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GPS - WAS IST DAS?
Inhalt
1.Geschichte
2.Aufbau
3.Positionsbestimmung
Videos
1.
Satellitenbahnen im
Orbit (Quicktime-Player
notwendig!)
Quelle:
http://download.pchome.de/download/grafik/
2.
Trilaterale
Positionsbestimmung
(swf-Player
notwendig!)
Quelle:http://electronics.howstuffworks.com/gps.htm/printable
1.
Geschichte
Das GPS ist
ein amerikanisches System zur Positionsbestimmung auf
der Erde durch den Einsatz von Satelliten. Die
europäische Alternative ist seit 2003 in der Entwicklung
und nennt sich GALILEO. Das GPS wurde ursprünglich vom
amerikanischen Verteidigungsministerium entwickelt und
ist danach für den zivilen Gebrauch freigegeben worden.
Die Einsatzbereiche des GPS sind heute wichtig für die
Luft-, Land- und Seefahrtnavigation.
1973
wurde in Amerika beschlossen ein solches
Satellitennavigationssystem zu entwickeln
1978 wurde der erste Satellit in die Umlaufbahn
geschossen
1983 wurde das GPS auch für die zivile Nutzung
freigegeben. Grund dafür war der Abschuss eines zivilen
Flugzeugs, das irrtümlich über der Sowjetunion flog
1993 wurde das GPS auch für die weltweite
kostenlose zivile Nutzung eingeschränkt freigegeben
2000 wurde die SA (selective availability)
endgültig abgeschaltet und damit die
Genauigkeit der zivilen Nutzung von 100m auf 20m erhöht
2004
wurde der 50. Satelliten gestartet
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2.
Aufbau des GPS
Das
GPS kann in drei Systeme unterteilt werden. Das
Weltraumsegment, unter dem die Umlaufbahnen der
Satelliten und die Satelliten selbst verstanden werden.
Das zweite Segment ist das Kontrollsegment, das
die 65 Kontrollstationen auf der Erde bezeichnet und als
drittes wird das Benutzersegment verwendet, also der
GPS–Empfänger selbst.
Weltraumsegment
Ursprünglich waren 24 Satelliten geplant, jedoch hat
sich die Anzahl auf weit mehr als 200 erhöht, die in ca.
20200 km die Erde umkreisen. Die Satelliten haben eine
Geschwindigkeit von 3.9 km/sec und eine Umlaufzeit von
11,58 h. Die Satellitenbahnen sind in sechs Ebenen, in
denen jeweils 24 Satelliten mit gleichem Abstand die
Erde umkreisen, und haben eine Neigung von 55° zum
Äquator. Jeder Satellit überträgt ununterbrochen seine
Kennung, seine Systemzeit (mit Hilfe der eingebauten
Atomuhren) und seine Bahndaten, aus denen die jeweilige
Position des Satelliten berechnet werden kann. Zur
Übertragung der Signale werden Mikrowellen verwendet, da
diese am wenigsten von äußeren Einflüssen, wie
Atmosphäre oder Wetter, gestört werden können.
Kontrollsegment
Unter den 5 Kontrollstationen befindet sich eine
Hauptstation und vier Monitorstationen (seit 2005 um
weitere sechs ergänzt), alle haben die Aufgabe das
Weltraumsegment zu kontrollieren und zu korrigieren. Die
Kontrollstationen sind genau vermessen, so dass jeder
Satellit einmal pro Tag genau vier Stationen sehen kann und rund um
die Uhr von mindestens zwei Stationen zu sehen ist.
Dadurch kann die Position des Satelliten berechnet
werden und falls nötig Korrekturdaten zum Satelliten
geschickt werden können.
Benutzersegment
Die Endgeräte für den privaten Gebrauch sind meist so
groß wie heutige Handys. Sie haben mindestens 12 Kanäle,
das heißt sie können die Daten von bis zu 12 Satelliten
verarbeiten und auswerten. Geräte zur Vermessung oder
für das Militär sind ihren Aufgaben entsprechend gebaut.
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3.
Positionsbestimmung
Aus den
Informationen, die der Satellit sendet, kann der GPS–Empfänger die Entfernung des Satelliten durch
Vergleichen der Zeitdifferenz zwischen „Sendezeit“ und
„Ankunftszeit“ berechnen. Durch Hinzufügen der Daten von
zwei weiteren Satelliten kann der GPS – Empfänger seine
Position durch die Entfernungsmessung von drei Punkten (Trilateration)
bestimmen. Dies ist eine zweidimensionale
Positionsbestimmung, da der Empfänger davon ausgehen
muss, dass er sich auf der Erdoberfläche befindet, also
einer rechnerisch zweidimensionalen Fläche. Mit Hilfe
von vier Satelliten kann die Position im Raum, also eine
dreidimensionale Position ermittelt werden. Der
Empfänger kennt dann die Position und die Höhe.
Der Empfänger berechnet
ständig die aktuelle Position, daraus kann er seine
Geschwindigkeit (ground speed) und seine
Bewegungsrichtung (ground track) bestimmen. Je nach
Gerät wird die Geschwindigkeitsmessung auch durch die
Ausnutzung des Dopplereffekts, der durch die Bewegung
bei den übermittelten Signalen auftritt, durchgeführt.
Die genaue
Vorgehensweise zur Positionsbestimmung beim GPS soll im
Folgenden kurz beschrieben werden. Zur besseren
Vorstellung der Funktionsweise stelle man sich zunächst
vor, es würden nur zwei Satelliten zur
Positionsbestimmung zur Verfügung stehen, wie
in Abb. 1. Dort empfängt ein GPS-Gerät zwei Signale, das
erste braucht 4 sec bis zu seiner Ankunft und das zweite
5 sec (diese Werte sind nicht realistisch und sollen nur
zur Verdeutlichung dienen – tatsächliche Laufzeiten
liegen bei 0,07 sec). Zieht man zwei Kreise mit der
jeweiligen Laufzeit um die Satelliten, kann die aktuelle
Position nur an einem der beiden Schnittpunkte sein. Der
dritte Satellit, der eigentlich zur genauen
Positionsbestimmung benötigt werden müsste, wird damit
hinfällig. Für eine genaue Höhenangabe muss dann ein
vierter Satellit hinzugenommen werden.

Abbildung
1, Quelle: http://www.kowoma.de/gps
Bei der
Positionsbestimmung tritt durch den Uhrenfehler des
Empfangsgerätes, das natürlich keine Atomuhr hat wie die
Satelliten, ein Messfehler auf. Um bei dem bisherigem
Beispiel zu bleiben, stelle man sich vor, die Uhr des
Empfangsgerätes gehe 0,5 sec vor, dann erscheint die
Laufzeit um eine halbe Sekunde länger. Damit verschiebt
sich aber der Punkt der eigentlichen Position (wie in
der Abb. 2 gezeigt von A nach B) auf die so genannten
Pseudoentfernung (pseudorange).

Abbildung
2, Quelle: http://www.kowoma.de/gps
Um die
reale Position zu ermitteln muss erst der
Synchronisationsfehler der Uhren korrigiert werden.
Diese Position wird je nach Genauigkeit der Uhr auf die
exakte Position bestimmt werden können.
Wobei ein
Uhrenfehler von 1/100 sec bereits ein Fehler von 3000 km
wäre, um den Fehler kleiner als 10m zu halten muss die
Laufzeit auf 0,00000003 sec genau sein. Dieses Problem
wird mit dem dritten Satelliten gelöst, der beim
Uhrenfehler von 0,5 sec einen Bereich liefert, in dem
sich der Empfänger befinden muss. Die Zeit der
Empfängeruhr wird nun solange verschoben, bis aus den
drei Schnittpunkten B ein Schnittpunkt A wird, und der
Uhrenfehler ist damit korrigiert – aus der
Pseudoentfernung wird nun die reale Position, siehe Abb.
3.

Abbildung
3, Quelle: http://www.kowoma.de/gps
Für die
Höhenbestimmung wird mit vier Satelliten nach dem
gleichen Prinzip zunächst eine Pseudoposition bestimmt
und dann solange korrigiert, bis die reale Höhe
angegeben werden kann.
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