Musterlösung a)
Bei der Lösung der Aufgabe a) sind die zwei folgenden Annahmen
wichtig:
Bild 6b: Die Intersektionsfläche ist wahrscheinlich in dieser Konstellation minimiert.Um diese Annahme geometrisch zu demonstrieren, betrachtet man das Bild 6c:
Bild 6c: Die Intersektionsfläche als ParallelogrammIm Bild sind S1 und S2 die zwei Satelliten, deren Richtung einen Winkel a mit dem Empfänger (H) bilden.
Die Intersektionsfläche wird hier als Parallelogramm dargestellt.
Der Inhalt der Intersektionsfläche besteht aus zwei gleichschenkligen
Dreiecken (ABD und BCD)
Folgendes wird berechnet:
| Teil zu berechnen | Abhängigkeit |
| Gesamte Fläche G der Intersektionsfläche G | G = 4 AD = 4a2/sin(a) |
| Fläche des Dreiecks ABH AD
[2sin(a/2) cos(a/2))
= sin(a)]
|
AD= (AH.BH)/2 =
(AB2sin(a/2) cos(a/2))/2 (4a2sin(a/2) cos(a/2))/2sin2(a) (2a2sin(a/2) cos(a/2))/sin2(a) a2/sin(a) |
| AH | AB cos(a/2) |
| BH | AB sin(a/2) |
| AB | 2a/sin(a) |
Für a= 90°ist die gesamte Fläche
G der Intersektionsfläche = 4a2, d.h. das Parallelogramm
ABDE wird ein Viereck mit Seitenlänge 2a.
Um zu demonstrieren, dass diese Konstellation mit Winkel a=
90° die Intersektionsfläche minimiert, soll man berechnen, wo
die erste Ableitung der Fläche als Funktion von a
annulliert wird:
D[4a2/sin(a)] = -4a2cos(a)/sin2(a)
Diese Ableitung ist für a = 90°:
-4a2cos(90°)/sin2(90°) = 0
Um sicher zu sein, dass a= 90° wirklich
ein Minimum der Funktion ist, sollte man noch überprüfen, dass
die zweite Ableitung für a = 90° >
0 ist.
Musterlösung b)
Beim Projekt a) hat man die Koordinaten der ausgewählten Punkte
als Funktion von der Entfernung der Punkte von Satelliten (siehe Gleichung
(1) und (2)) berechnet.
Wir betrachten nun nur der Punkt G.
Wenn man für diese Aufgabe davon ausgeht, dass man die Koordinaten
des Punktes G durch eine präzise Messung kennt, kann man dann die
Gleichung (1) als Funktion von Dd schreiben.
Dd ist die Ungenauigkeit in der Entfernung
der Satelliten, die auf die Ungenauigkeit der Uhr zurückzuführen
ist (das graue Rand im Bild 6a). Wir gehen nämlich davon aus, dass
die Geschwindigkeit des Signals genau bekannt ist.
Die Gleichung (1) kann jetzt wie folgend geschrieben werden, wo die
Unbekannte das Parameter Dd ist:
xG = ((d1G + Dd)2
+ x22 + y22 - ((d2G
+ Dd)2 – x12
– y12) / (2x2 – 2x1)
(3)
Aus (3) folgt es:
xG = xG`+ ((2Dd(d1G
- d2G)) / (2x2 – 2x1)
wo xG die Koordinate des Punktes G, die mit Ungenauigkeit
gemessen wurde und xG` die Koordinate des Punktes G, die exakt
gemessen wurde.
Die Ungenauigkeit der Uhr beträgt dann:
Dd = ((xG - xG`) (x2 – x1)) / (d1G - d2G) (4)