Mit der Mathebrille in unserer Küche unterwegs

 

Neulich beschlossen wir, zusammen Pizza zu backen.

Nach ein paar e-mail-Dialogen hatten wir das Pizzarezept in Erfahrung gebracht:

 

Zutaten (für ein Blech)

Teig:
150 g Quark
6 EL Milch
6 EL Öl
1 Prise Salz
300 g Mehl
½ Päckchen Backpulver

Belag:
1 Dose Tomaten
200 g Käse
Pfeffer, Paprika, Oregano, Basilikum
anderes nach Wunsch (Salami, Schinken, Thunfisch etc.)
 

 


Zubereitung:
Quark, Milch, Öl, Salz verrühren.
Mehl und Backpulver vermischen, die Hälfte davon unter die Quark-Öl-Mischung rühren, die andere Hälfte unterkneten.
Den Teig auf einem gefetteten Blech ausrollen.
Dünn Öl auf den Teig, dann die Tomaten drauf verteilen, dann den Belag, dann den Käse, dann die Gewürze.
bei 200°C ca. 20-25 Minuten backen (am besten im vorgeheizten Ofen)
 

Alternatives Rezept  (htm)

 

 

Wir wollten nun aber runde Pizzen backen - denn nur runde Pizzen sind schließlich richtig echt, oder?!?

 

 

Hier siehst du unser Backblech.

Es hat die Maße 40 cm mal 30 cm.

 

So ähnlich hätten wir es auch gerne!!!

 

Also wollten wir lieber 4 runde Pizzen mit Durchmesser 20 cm backen als zwei große Bleche.

Dazu müssen zuerst die Zutatenmengen entsprechend umgerechnet werden!

Lösung  (htm)

 

(Hätten die Pizzen auch noch größer sein können?)

Lösungsvorschlag mit Euklid  (geo)

 

Ulla hatte schon mal ein paar Dinge eingekauft.

Auf dem Kassenzettel (htm) könnt ihr genau sehen, was.

Milch und Gewürze waren schon da, wie sich das für einen guten Haushalt gehört.

 

Mussten wir noch einmal los - oder hatten wir schon genug im Haus?

Lösung  (htm)

 

Als alle Zutaten beisammen waren, ging es endlich los.

Also fix den Teig geknetet und belegt - und ab mit den Pizzen in den Ofen!

 

Durch die anstrengende Arbeit waren wir ganz schön durstig geworden.

Julia holte sich ein Glas Apfelsaft. Nachdem sie es zur Hälfte ausgetrunken hatte, dachte sie: „Eine Apfelschorle wäre doch besser gewesen!“ Also schüttete sie das Glas nun mit Wasser wieder voll. Sie trank erneut, diesmal mit weniger Durst, und leerte das Glas um ein Drittel. Aber die Geschmacksrichtung schien ihr noch immer nicht perfekt. Sie goss erneut Wasser nach, probierte, indem sie ein Sechstel des Glases leerte. Sie war noch immer nicht zufrieden, kippte das fehlende Sechstel erneut mit Wasser nach. Jetzt war es genau nach ihrem Geschmack.

Hatte sie nun mehr Apfelsaft oder mehr Wasser getrunken?

 

 

Aber Apfelschorle hätten wir doch auch im Haus gehabt...

 

Die gekaufte Schorle besteht zu 60% aus Apfelsaft.

 

Wie sieht Julias Mischungsverhältnis ihrer „perfekten Apfelschorle“ aus?

 

Lösung  (pdf)

 

 

Über den Durst stellte sich uns plötzlich die Frage, wie die Eichmarke eigentlich ans Glas kommt und ob sie auch richtig angebracht ist - am Ende kriegt man immer zu wenig für sein Geld !!!

Hier haben wir für euch Julias Glas fotografiert:

 

kleiner Tipp!!

 

Lösung  (htm)

 

 

Da wir ja schon einmal dabei waren, holte Ulla das Weizenbierglas aus dem Schrank.

 

Wie ist es damit?

Lösung mit Derive als dfw

Lösung mit Derive als pdf

Lösung mit dem TI 92 (htm)

 

 

 

Die Zeit, in der unsere Pizzen im Ofen waren, vertrieben wir uns mit einem kleinen Spiel.

Das funktioniert folgendermaßen:

Gegeben seien zwei Tassen, die n1 und n2 Bohnen enthalten. Zwei Spieler machen abwechselnd einen Zug, indem sie eine der Tasse leeren und die Bohnen der anderen Tasse wieder auf die beiden Tassen verteilen, so dass mindestens eine Bohne in jeder Tasse ist. Der Spieler, der den letzten Zug macht, gewinnt.

Wir füllten eine Tasse mit 27 Bohnen, die andere mit 24.

Ulla wollte unbedingt anfangen. Kann sie gewinnen?

Lösung  (htm)

 

 

Dann waren die Pizzen endlich fertig!

Wir ließen sie uns schmecken - sie waren sehr lecker!

Doch schon wieder gab es neue Probleme zu lösen.

 

Wir scheiterten fast an folgendem Problem:

Zwei Eier kochen zusammen 6 Minuten. (Auf diese perfekte Eikochzeit einigten wir uns nach langer Diskussion.) Aber wie lange kochen dann 6 Eier ???

Lösung  (htm)

 

Und wie lässt sich so ein Ei denn mal zeichnen, dass es wirklich echt aussieht???

Vielleicht kannst du eine Konstruktionsbeschreibung geben?

Lösung  (htm)

 

 

Zum Nachtisch gab es Obst.

Wir hatten Bananen und Orangen mit richtig dicker Schale. Die totale Mogelpackung!

Was meint ihr, welcher Anteil der Früchte besteht denn etwa aus Schale, wie viel kann man essen? Wie könnte man dies feststellen?

Lösung  (htm)

 

 

 

Doch wie sah die Küche aus! Jetzt war Aufräumen und Durchwischen angesagt.

Und schon wieder lachte uns ein mathematisches Problem an.

Die Küche ist mit einem schönen, gleichmäßigen Fliesenmuster ausgelegt. Hier ein kurzer Einblick:

 

Die Kacheln sind quadratisch.

Ihre Kantenlänge beträgt 20 cm.

Alle Maße sind in Metern angegeben.

Die Arbeitsplatte (hier: lila) hat eine Breite von 60 cm.

 

Wie viele Fliesen haben wir geputzt?

Lösung  (htm)

 

 

Vor lauter Putzwut hätten wir doch beinahe den Pudding vergessen, der schon seit Stunden im Kühlschrank auf uns wartete! Da dies ein ganz besonders leckerer Pudding war, einigten wir uns darauf, ihn auch aus ganz besonders schönen Cocktailgläsern zu essen. 

 

 

Hier eines unserer besonderen Gläser

 

Da es schlecht zu fotografieren war, hier noch mal ein Extra-Bild.

 

Nach zwei Runden munterer Puddingschlacht war nur noch ein kleiner Rest übrig. Da wir den nicht aufheben wollten, einigten wir uns darauf, ihn aufzuteilen. Dabei wurde ein Glas noch einmal ganz voll, das andere jedoch nur zur Hälfte. Doch ist in dem halbvollen Glas wirklich halb so viel Pudding drin wie in dem vollen?

Lösung  (htm)